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18.01.2014 - 7.45 - Wachbereitschaft, Umstellung der Alarmierungstechnik bei der Leitstelle

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Aufgrund einer Umstellung bei der Alarmierungstechnik der Feuerwehrleitstelle Karlsruhe mussten bei den Feuerwehren im Stadt- und Landkreis Karlsruhe in jeder Gemeinde Wachbereitschaften aufgestellt werden, da die übliche Alarmierung über Funkmeldeempfänger während der Umstellung nicht möglich war. Im Einsatzfall wäre eine telefonische Übermittlung des Einsatzauftrags an die Wachmannschaft erteilt worden.

 

Die Feuerwehr Oberderdingen hatte eine 20-köpfige Mannschaft mit Kameraden aus allen drei Abteilungen für den Ersteinsatz mit Löschgruppenfahrzeug, Drehleiter, Rüstwagen und Einsatzleitwagen im Oberderdinger Feuerwehrhaus von 7.45 Uhr bis zum Ende der Umstellungsarbeiten gegen 12.00 Uhr in Bereitschaft. Bei Bedarf wären weitere Kräfte über eine Telefonkette verständigt worden. Für die Feuerwehr Oberderdingen waren während der Wachbereitschaft keine weiteren Einsätze angefallen.

 

Dazu die Pressemitteilung des Landratsamts Karlsruhe:

Feuerwehr und Rettungsdienst haben gemeinsames digitales Alarmierungssystem in Betrieb genommen

Der Landkreis Karlsruhe, die Stadt Karlsruhe sowie das Deutsche Rote Kreuz als Träger der Rettungsleitstelle haben ein digitales Alarmierungsnetz in Betrieb genommen. Das neue System bietet gegenüber der bisherigen Alarmierung zusätzliche Leistungsmerkmale und erleichtert den Leitstellenmitarbeitern die Arbeit - bei gleichbleibend hoher Sicherheit und Zuverlässigkeit des Systems.

Dank akribischer Vorbereitung funktionierte die Umschaltung am 18. Januar planmäßig und schnell. „Nach Beginn der Umstellungsphase um 8.00 Uhr haben wir um 11.45 Uhr den Probealarm bereits über die neue Infrastruktur auslösen können“ berichtete der Projektleiter des Landratsamtes Karlsruhe, Roland Willhauck. Das neue System besteht aus 35 digitalen Alarmumsetzern und drei digitalen Alarmgebern an unterschiedlichen Standorten im Kreis- und Stadtgebiet. Zwei Einsatzleitrechner und sieben weitere Auslösestellen bewältigen bis zu 80.000 Digitalalarme pro Jahr.

Der Aufbau des Systems wurde durch das Landratsamt weitgehend in Eigenleistung realisiert. Zusammen mit der Landesförderung in Höhe von 87.000 Euro konnten so die Kosten für den Landkreis deutlich unter 90.000 Euro gesenkt werden. Das neue System bietet vor allem auch bei der Systempflege Vorteile: So bekommen alle Systembetreuer sofort eine Nachricht auf ihr Handy, wenn bei einem Alarmumsetzer z.B. der Strom ausfällt. „Wir können darüber hinaus vom Arbeitsplatz aus oder von unterwegs alle Einstellungen verändern, Werte abfragen und sogar ein komplettes Update der Betriebssoftware durchführen. Dadurch sparen wir enorm viel Zeit, immerhin sind die Randbereiche des Landkreises mit Fahrzeiten bis zu einer Stunde zu erreichen“ so Willhauck.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel dankte den Verantwortlichen der Feuerwehrleitstelle Karlsruhe für den reiblosen Ablauf des Projekts und den Gemeindefeuerwehren für die Einsatzbereitschaft in den Feuerwehrhäusern während der Umstellungsphase. „Wir haben damit im Stadt- und Landkreis Karlsruhe ein modernes System, das die Alarmierung der Einsatzkräfte zuverlässig sicherstellt und damit einen wichtigen Beitrag zum Schutz der Bevölkerung leistet“.

Quelle: Landratsamt Karlsruhe, 28.01.2014

  • Leitstellendisponent Ralf Kunzweiler nutzt das neue digitale Alarmierungssystem in der Feuerwehrleitstelle Karlsruhe.

 

Dazu: News aus der Industrie

Wechsel der digitalen Alarmierung im Stadt- und Landkreis Karlsruhe

Am 18.01.2014 hat der Landkreis Karlsruhe, die Stadt Karlsruhe sowie das DRK als Träger der Rettungsleitstelle ein neues gemeinsames digitales Alarmierungsnetz in Betrieb genommen. Das neue Netz des Herstellers db Elektronik / Telent ersetzt ein Bestandssystem der Firma Swissphone. db hat die im Jahr 2013 durch das projektführende Landratsamt ausgearbeitete Ausschreibung gewonnen. Der Umschaltung gingen mehrere Monate vorbereitende Maßnahmen voraus, in der Regel wurden Notarztstandorte ertüchtigt und die von der Feuerwehr 20km entfernte Rettungsleitstelle angebunden da der Rettungsdienst bisher analog alarmiert hat.

Durch aktuelle, leistungsfähige Merkmale konnte das System mit minimaler Ausfallzeit umgeschaltet werden. Am Samstag 18.01.14 um 8:30 Uhr wurden die Arbeiten begonnen, um 11:45 Uhr konnte bereits der Probealarm über die neue Infrastruktur ausgelöst werden.

Das neue System besteht aus über 30 DAU sowie drei digitalen Alarmgebern (DAG3) an unterschiedlichen Standorten im Kreis- und Stadtgebiet. Es werden über zwei Einsatzleitrechner und sieben weiteren Auslösestellen zusammen mit den Service RICs über 200.000 Digitalalarme im Jahr ausgelöst. Der Aufbau des Systems wurde mit Begleitung durch einen Systemingenieur des Herstellers durch das Landsratsamt weitgehend in Eigenleistung realisiert.

Zusammen mit der Förderung konnten so die Kosten für die komplette Erneuerung auf knapp über 100.000 EUR gesenkt werden. Neben den geringen Kosten der Gesamtmaßnahme ergeben sich auch zusätzliche Leistungsmerkmale die das alte Swissphone System nicht konnte.

Neben der digitalen Alarmierung kann das System auch über andere Wege wie Analogalarm, SDS und Email alarmieren. Besonders die parallele Email Funktion ist ein interessanter und kostengünstiger Nebenalarmierungsweg. Die ersten Tests zeigten bereits, dass vor allem bei der Geschwindigkeit keine Nachteile gegenüber dem Digitalalarm bestehen, in allen bisherigen Fällen war die Email mindestens gleich schnell.

Das System meldet der Leitstelle automatisch einen Alarmierungserfolg aus den Randbreichen des Landkreises zurück. So sieht der Leitstellendisponent ob eine Alarmierung auch die weit entfernten Bereiche erreicht hat. Bei allen DAU werden Werte wie Akkuspannung, Antennenanpassung, Sendeleistung und die Temperatur permanent gemessen und in der Leitstelle angezeigt.

Aber auch bei der Systempflege sind viele zusätzliche Funktionen implementiert worden. Wenn ein DAU ein Problem hat, z.B. Netzausfall, bekommen alle Systembetreuer eine Nachricht auf ihr Handy und eine detaillierte Email. Ein weiterer Vorteil: Das Netz lässt sich komplett aus der Ferne administrieren. Von kleinen Einstellungen und Abfragen bis zum kompletten Update der Betriebssoftware kann alles Remote durchgeführt werden. Dadurch ergeben sich bei Bedarf enorme Einsparungen bei Reisekosten und Zeit, immerhin sind die Randbereiche des Landkreises nur mit einer Stunde Fahrzeit zu erreichen.

Quelle: db Elektronik GmbH, www.bos-digitalalarm.de, 22.01.14

 

   
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