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27.04.2016 - Atemschutzübungsanlage des Landkreises übergeben

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Landkreis Karlsruhe/Linkenheim-Hochstetten. Bürgermeister Micheal Möslang war recht erfreut, als er in dem erweiterten Rettungszentrum zahlreiche Gäste zur Inbetriebnahme der neuen Einrichtung begrüßen konnte. Sie alle waren nach Linkenheim-Hochstetten gekommen, um bei dem ganz besonderen Ereignis dabei zu sein. „Wir haben das zentrale Feuerwehrhaus der örtlichen Feuerwehr zu einem Rettungszentrum für die DRK-Ortsvereine und die Notfallhilfe weiterentwickelt und mit der kreiseigenen Atemschutzübungsanlage eine bedeutende Ausbildungsstätte für alle Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe geschaffen“, stellte Möslang in seiner Begrüßung fest.

Nach eine musikalisch Eröffnung durch die Musikschule Hardt konnte das Ortsoberhaupt die Abgeordneten aus dem Landtag Joachim Kößler und Ulli Hockenberger, Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und den Ersten Landesbeamten Knut Bühler, Bezirksbrandmeister Jürgen Link und Kreisbrandmeister Thomas Hauck, Kreisgeschäftsführer Jörg Biermann vom DRK und Holger Roßwag als Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden begrüßen. In die neuen Räume für das DRK waren auch zahlreichen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aus dem ganzen Landkreis, Kreis- und Gemeinderäte sowie viele Führungskräfte aus den Feuerwehren gekommen. In seinem Dankeswort bezog Möslang auch seinen Vorgänger im Amt, Bürgermeister a.D. Günther Johs mit ein. Er hatte das Projekt aufgegriffen und stets unterstützt. Dank zollte er aber auch dem Landkreis für die finanzielle Unterstützung des Großprojektes.

„Es ist ein gutes Zeichen für die Einsatzfähigkeit von Feuerwehr und DRK und das Gemeinsame ist sehr vorbildlich“, stellte Landrat Dr. Schnaudigel eingangs fest. Die Feuerwehren des Landkreises Karlsruhe waren bisher zur Aus- und Weiterbildung der Atemschutzgeräteträger an der Landesfeuerwehrschule sehr gut versorgt. Nun ist das, wie der Landrat weiter ausführte, verständlicherweise nicht mehr möglich und der Landkreis kann jetzt der Feuerwehrschule seine Anlage zur Mitbenutzung anbieten. Diese Zusage gab der Kreischef im Beisein von Schulleiter Thomas Egelhaaf. „Linkenheim-Hochstetten ist als aufgeschlossene Gemeinde mit einer leistungsfähigen Feuerwehr ein sehr guter Standort und hier sind wir mit den 2.100 aktuellen und den 180 jährlich neu hinzukommenden Feuerwehrangehörigen mit Atemschutzausbildung hervorragend untergebracht“, attestierte Dr. Schnaudigel dem neuen Ausbildungsstandort. Dem Kreistag danke er für die Bereitstellung der Mittel und dem Regierungspräsidium für den Zuschuss.

Bezirksbrandmeister Link überbrachte die Grüße des Regierungspräsidiums. „Da ich sowohl für die Feuerwehren als auch für den Katastrophenschutz im Regierungspräsidium verantwortlich zeichne, bin ich sehr neugierig nach Linkenheim-Hochstetten gekommen, um diese modellhafte Anlage mit der Bestimmung zu übergeben“, führte Link in seinem Grußwort aus. Der Atemschutzaus- und Weiterbildung ist ein hoher Stellenwert beizumessen und die hier geschaffene Anlage bietet der, für den Brandeinsatz wichtigsten Ausbildung, sehr gute Voraussetzungen.

Jürgen Bordt erläutert den Ehrengästen die neue Atemschutzübungsanlage

Nach einer weiteren musikalischen Einlage der Musikschule Hardt ging Biermann, Kreisgeschäftsführer des DRK auf die Belange der beiden Ortsvereine des DRK ein. „Ich wünsche mir bei dieser hervorragend guten Unterbringung auch ein weiteres Zusammenwachsen der Ortsvereine“. Biermann lobte auch die hervorragende Arbeit in der örtlichen Notfallhilfe, die in Kooperation zwischen DRK und Feuerwehr die Überlebenschance von Herzpatienten auf über 30 Prozent gesteigert hat. Die bereits angesprochene gute Zusammenarbeit mit der Landesfeuerwehrschule griff Biermann auf und berichtete, dass die in Bruchsal vorgesehene Redundanzleitstelle für die in diesem Jahr noch in Betrieb gehende Integrierte Leitstelle Karlsruhe auch von der Landesfeuerwehrschule zu Ausbildungszwecken genutzt werden wird. Roßwag überbrachte als dessen Vorsitzender, die Grüße des Kreisfeuerwehrverbandes. Er nutze die Gelegenheit auch den vielen, ehrenamtlich engagierten Ausbildern Atemschutz zu danken. Mit Thomas Wiedemann zeichnete er einen Kameraden mit der silbernen Ehrennadel des Verbandes aus, der bereits seit über 20 Jahren in dieser Funktion tätig ist. Seit sieben Jahren trägt Wiedemann als Referent für die Atemschutzausbildung Verantwortung für diesen Bereich im gesamten Landkreis Karlsruhe.

Vor der offiziellen Schlüsselübergabe erläutert Architekt Micheal Hamann die Vorbereitung, Planung und Durchführung dieses Projektes. „Die Tatsache, dass viele am Nutzer in die Planung einbezogen werden mussten, machte die Arbeit nicht einfacher“, berichtete er. Insgesamt wurde aber ein Gebäude errichtet, das die Anforderungen zum Beispiel an die Energieeffizienz weit übertroffen hat. Mit der Übergabe des Schlüssels an die Bauherren, konnte eine harmonische Einweihungsfeier von Bürgermeister Möslang mit der Einladung zu einem Rundgang abgeschlossen werden.

Quelle: Edgar Geißler, Kreisfeuerwehrverband Karlsruhe, 27.04.2016

 

Neue Atemschutz-Übungsanlage und DRK-Rettungszentrum in Linkenheim-Hochstetten eingeweiht

Anlage ermöglicht realitätsnahe Ausbildung für den Ernstfall

Hitze, Dunkelheit, Lärm und Vernebelung – diesem Szenario können die Einsatzkräfte der Feuerwehren in einem Brandfall gegenüberstehen. Um in dieser Stresssituation die Lage richtig einzuschätzen und die notwendigen Maßnahmen treffen zu können, muss der Ernstfall, darunter auch Gefahrensituationen, die nur unter Benutzung der Atemschutzeinrichtung bewältigt werden können, geübt und die Akteure fundiert aus- und weitergebildet werden. „Mit der neuen Atemschutz-Übungsanlage in Linkenheim-Hochstetten steht den Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe eine der modernsten Einrichtungen dieser Art in Baden-Württemberg ab sofort zur Verfügung. Die Atemschutzgeräteträger in den Wehren können in der gasbefeuerten externen Brandübungsanlage unter realen Bedingungen ihre Einsatzfähigkeit durch regelmäßige Lehrgänge und Belastungsübungen erhalten“, hob Landrat Dr. Christoph Schnaudigel die Bedeutung der neuen Anlage hervor. 180 Atemschutzgeräteträger werden hier jährlich den gesetzlich vorgeschriebenen Lehrgang absolvieren. Weitere 2.100 Feuerwehrangehörige aus dem Landkreis werden die jährlich vorgeschriebene Belastungsübung, die jeder Atemschutzgeräteträger für seine Tauglichkeit nachweisen muss, durchführen.

Auf der Suche nach einem geeigneten Standort erwiesen sich die Planungen der Gemeinde Linkenheim-Hochstetten, an das bestehende Feuerwehrhaus ein neues Rettungszentrum für den Ortsverband des Deutschen Roten Kreuz (DRK) anzubauen, als Glücksfall. Aufgrund der verkehrsgünstigen Lage und der Synergieeffekte, z.B. bei der Atemschutzwerkstatt und den notwendigen Wartungsarbeiten, durch die unmittelbare Nähe zur Feuerwehr vor Ort, waren sich Landkreis und Gemeinde schnell einig, das Projekt am Standort Linkenheim-Hochstetten gemeinsam anzugehen. Unter der Ägide des früheren Bürgermeisters Günther Johs begonnen, war es nun an seinem Nachfolger, Bürgermeister Michael Möslang, den Neubau seiner offiziellen Bestimmung zu übergeben. „Mit der Übungsanlage für die Feuerwehren im ganzen Landkreis und dem DRK-Rettungszentrum für Linkenheim-Hochstetten sind zwei Organisationen unter einem Dach, deren Mitglieder durch ihre Arbeit einen wichtigen Beitrag zum Wohl der Bevölkerung leisten. Für uns als Gemeinde war es daher selbstverständlich, partnerschaftlich mit den Verantwortlichen des Landkreises und des DRK zusammenzuarbeiten, denn das Ergebnis kommt allen zu Gute“, erläuterte Bürgermeister Michael Möslang. Bezirksbrandmeister Jürgen Link wies darauf hin, dass Atemschutzeinsätze zu den gefährlichsten Tätigkeiten der Feuerwehrkräfte gehören, weshalb es eine besondere Ausbildung benötige. DRK-Kreisgeschäftsführer Jörg Biermann begrüßte, dass zwei Ortsverbände ein gemeinsames Haus beziehen und durch die Stationerung der Notfallhilfe ein echtes Rettungszentrum entstehe. Der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes Holger Roßwag bezeichnete die neue Einrichtung als einmalige Investition, die Generationen von Feuerwehrangehörigen dienen werde. Architekt Michael Hamann ging auf die besonderen Anforderungen der Planung ein und übergab symbolisch einen Schlüssel.

Dass die Gesamtkosten von rund 1,5 Mio. EUR bestens investiert sind, daran zweifelte keiner der geladenen Gäste, darunter zahlreiche Vertreter von Feuerwehr und Politik. Die professionelle Arbeit der freiwilligen Feuerwehren gehört zu den bemerkenswertesten Leistungen im ehrenamtlichen Bereich und ist unverzichtbarer Bestandteil des Bevölkerungsschutzes, so die einhellige Meinung. Rund 900 T€ kostet den Landkreis der Neubau, der notwendig wurde, weil die Atemschutz-Übungsanlage auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal, wo bislang trainiert wurde, im Zuge der Verlagerung der Schule aufgegeben wird. Rund 600 T€ beträgt der Zuschuss von Seiten des Landes, das in Person von Bezirksbrandmeister Jürgen Link vertreten war.

Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz machen in Linkenheim-Hochstetten gemeinsame Sache.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel konnte zur Einweihung der neuen Atemschutzübungsanlage und dem DRK-Rettungszentrum viele Gäste begrüßen.

Quelle: Landratsamt Karlsruhe, 28.04.16

   
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