Geschichte der Jugendfeuerwehr Oberderdingen

 

Wie alles begann – die Chronik 1966 - 2016

 

Die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Oberderdingen hatten sehr früh die Notwendigkeit erkannt, dass auf Dauer die Mitgliederstärke der aktiven Einsatzmannschaft nur durch eine eigene Jugendabteilung erhalten werden kann, denn eine schlagkräftige Feuerwehr braucht neben einer guten Ausbildung und Ausrüstung auch eine qualifizierte Mannschaft. Bereits Ausgang der sechziger Jahre wurden in Oberderdingen daher Überlegungen zur Gründung einer Jugendfeuerwehr angestellt. Unter dem damaligen Kommandanten Karl Keller bemühte sich der Feuerwehrausschuss Jugendliche für die Feuerwehr zu gewinnen. Erst nach einigen Anläufen, und nachdem Egon Bäuerle damit beauftragt wurde, gelang es schließlich eine Jugendgruppe zu gründen. Im September 1966 war es dann soweit: 21 Schüler, meist Söhne einiger Feuerwehrkameraden fanden sich zusammen, und waren eifrig bei der Sache, so dass die Jugendfeuerwehr Oberderdingen am 01. Dezember 1966 unter der Leitung des Jugendwarts Egon Bäuerle offiziell gegründet werden konnte. Als Egon Bäuerles Stellvertreter wurde Rolf Kümmel vom Feuerwehrausschuss bestimmt.

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Auszug aus einem Protokoll zur Gründung der Jugendfeuerwehr Oberderdingen

Das erste Dienstbuch führte folgende Jugendlichen als Gründungsmitglieder auf:

Richard Bräther, Wolfgang Weigel, Karl-Heinz Riekert, Hans Meffle, Gerhard Götz, Reinhold Räuchle, Waldemar Weisert, Hans-Joachim Jacobi, Siegfried Kreuzer, Volker Siegle, Dieter Schmidt, Bernd Bäuerle, Gerhard Schaup, Volker Stoll, Ullrich Stoll, Rainer Rossnagel, Arno Gedeon, Alfred Ensminger, Roland Knodel, Bernd Knodel und Wolfgang Schelling.

Zu dieser Zeit bestand die Möglichkeit Jugendliche im Alter zwischen 14 und 18 Jahren in die Jugendfeuerwehr aufzunehmen. Damals wie heute waren und sind die Jugendfeuerwehrübungsdienste nicht nur von Feuerwehrtechnik und –ausbildung geprägt. Fast die Hälfte aller Aktivitäten fallen unter die Rubrik „allgemeine Jugendarbeit“. Das bedeutet Sport und Spiel, basteln und wandern, Dia- und Filmabende und vieles mehr, was nach wie vor die Jugendlichen erfreut und begeistert. „Besonders stolz waren die Jungen der Gründungsgruppe auf ihre Uniformen“ erinnert sich Egon Bäuerle.

Dass die Nachwuchsarbeit auch bald Früchte tragen würde, zeigte sich schon ein Jahr später. Zwei Gruppen nahmen 1967 anlässlich des sechsten Jugendfeuerwehrtages der Landkreise Pforzheim und Vaihingen/Enz (zu dem Oberderdingen damals noch gehörte) im Oktober an einem Pokalwettkampf, der übrigens in Oberderdingen ausgetragen wurde, teil. Hier konnte das Können in Theorie und Praxis der Brandbekämpfung gezeigt werden, und letztlich ein vierter sowie ein zehnter Platz belegt werden.

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Ausschnitt aus einem Zeitungsartikel von 1968

Die gute Jugendarbeit schlug sich auch rasch in der Mannschaftsstärke nieder. Die Zahl der Jugendfeuerwehrmitglieder stieg in den darauffolgenden Jahren stetig, 1972 konnten bereits 44 Jugendliche gezählt werden. Die Jugendfeuerwehr Oberderdingen gehörte damals schon zu den größten Jugendgruppen in Nordwürttemberg / Nordbaden. Auch bei Wettkämpfen in den Landkreisen Vaihingen und Pforzheim waren Gruppen der Oberderdinger Jugendfeuerwehr immer wieder unter den Erstplatzierten.

1969 gab es den ersten Wechsel in der Jugendführung. Wolfgang Munz übernahm das Amt des stellvertretenden Jugendwartes von Rolf Kümmel, der aus beruflichen Gründen zurückgetreten war.

Zur Förderung des Zusammenhaltes und der Kameradschaft unter den Jugendfeuerwehrmitgliedern begann man schon in den Anfangsjahren regelmäßig Zeltlager und Jugendfreizeiten zu organisieren. Seit 1968 findet nunmehr mit nur wenigen Ausnahmen jährlich ein Zeltlager statt. Den ersten Zeltplatz für ein selbst organisiertes Lager fand man beim Naturfreundehaus im Krumbachtal bei Gerlingen. Dort traf man auf ideale Rahmenbedingungen. Freibad, Spielplatz und viel Wald, kurz alles für einen kurzweiligen Freizeitspaß war dort in unmittelbarer Nähe vorhanden.

Auch überregional machte unsere Jugend durch ihr Engagement und Können bald von sich Reden. Auf dem Landesfeuerwehrtag 1970 in Stuttgart stellte die Oberderdinger Wehr die einzige Jugendabordnung beim Festumzug. Bei den Jugendfeuerwehr-Pokalwettkämpfen der Kreise Vaihingen/Enz und Pforzheim konnten Gruppen aus Oberderdingen 1968 in Wilferdingen und 1969 in Huchenfeld jeweils die zweiten Plätze erreichen. 1970 war der Jubel dann groß, als beim neunten Pokalwettkampf, der wiederum in Oberderdingen ausgetragen wurde, der erste und der dritte Platz belegt werden konnten. Zum siegreichen Team gehörten folgende Mitglieder: Volker Siegle, Siegfried Reutzer, Wolfgang Rieth, Waldemar Weisert, Karl-Heinz Kögel, Reinhold Räuchle, Hans-Joachim Jacobi, Karl-Heinz Riekert, und Hans Meffle. Vom Gastgeber Oberderdingen waren damals bereits vier Wettkampfgruppen an den Start gegangen. Auch im darauffolgenden Jahr konnte der Titel wieder verteidigt werden.

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Ausschnitt aus einem Zeitungsartikel von 1974

Dass man in Oberderdingen eine erfolgreiche Jugendarbeit leistete, zeigte die Tatsache, dass 1970 im damaligen Kreis Vaihingen nur noch in Oberderdingen eine Jugendabteilung bestand, nach dem die Jugendwehren in Mühlacker, Lomersheim und Ötisheim bereits wieder aufgelöst wurden.

In einer schlichten Feierstunde beging 1971 die Freiwillige Feuerwehr Oberderdingen das fünfjährige Bestehen der Jugendfeuerwehr. Der damalige Bürgermeister Erwin Breitinger würdigte in einer kurzen Ansprache die Aktivitäten und den Leistungsstand der Jugendwehr.

Als 1973 die Gemeinde Oberderdingen wegen der Kreis- und Gebietsreform zum einen zum neu gebildeten Landkreis Karlsruhe wechselte, und zum anderen die Ortsteile Flehingen und Großvillars dazu gekommen waren, wurde auch die Freiwillige Feuerwehr neu strukturiert. In allen drei Ortsteilen blieben die selbstständigen Abteilungen zwar erhalten, allerdings unter der Gesamtführung eines Kommandanten.

Als 1975 der bisherige Jugendwart Egon Bäuerle das Amt des Kommandanten von Karl Keller übernahm, folgte der nächste Führungswechsel bei der Jugendfeuerwehr Oberderdingen. Karl-Heinz Kögel übernahm als Jugendwart die Geschicke der Jugendabteilung. Im zur Seite folgte Gerhard Flach als sein Stellvertreter. Die Aktivitäten wurden natürlich auch in dieser Zeit fortgeführt. Die Jugendfeuerwehrmitglieder wurden durch die feuerwehrtechnische Ausbildung auf den Einsatzdienst bei der aktiven Wehr vorbereitet, gingen auf Wettkämpfe, hatten Spaß beim Zeltlager in Holzelfingen auf der schwäbischen Alb, und sammelten Altpapier zur Aufbesserung der Jugendkasse. Zu dieser Zeit, von 1975 bis 1982 nahm außerdem eine Mannschaft der Jugendfeuerwehr mit einem selbst gebastelten Mini-Car an verschiedenen Rennen des ADAC Baden-Württemberg teil.

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Ausschnitt aus einem Zeitungsartikel

  • Zeltlager Holzelfingen1981

Zeltlager in Holzelfingen 1981

 

  • Pokalwettkampf-1982

Beim Kreisentscheid zum Bundespokalwettkampf im Juli 1982 in Leopoldshafen zeigten unsere beiden Mannschaften hervorragende Leistungen. Sie erreichten den ersten und den dritten Platz!

Ebenfalls im Jahr 1982 musste die Jugendfeuerwehr einen schweren Schicksalsschlag hinnehmen. Sie verlor ihren stellvertretenden Jugendwart Gerhard Flach, der bei einem tragischen Unfall ums Leben gekommen war.

Auch beim Kreisentscheid zum Pokalwettkampf 1983, der in Oberderdingen auf dem Sportgelände ausgetragen wurde, erreichten die drei teilnehmenden Oberderdinger Gruppen mit dem zweiten und dritten Rang wieder hervorragende Platzierungen.
Erfolgreiche Heimkehr 1982: 1. und 3. beim Bundespokal
  • Zeltlager Holzelfingen1982
Zeltlager in Holzelfingen 1982
  • Zeltlager Holzelfingen1983
Zeltlager in Holzelfingen 1983

 

Einen weiteren Führungswechsel gab es 1984 bei der Jugendfeuerwehr. Frank Sievert übernahm das Amt des Jugendwartes, sein Stellvertreter wurde Manfred Swoboda, unterstützt wurden beide von Olaf Renz. Sie übernahmen das Ruder in einer Zeit, als es sehr schwer war, junge Mitbürger im Alter ab 14 Jahren für die Jugendfeuerwehr zu begeistern und zu gewinnen. Ein Grund dafür war wohl das stark gestiegene Freizeitangebot anderer Vereine und Gruppen. Als Konsequenz daraus wurde das Eintrittsalter nach der Freigabe durch die Bundes- bzw. Landesjugendfeuerwehrverbände auf 12 Jahre gesenkt. Außerdem wurde die Jugendfeuerwehr auch für Mädchen geöffnet. Diese Maßnahmen zeigten Wirkung, die Mitgliederstärke konnte gehalten werden. Seit 1983 sind nun auch Mädchen in der Jugendfeuerwehr.

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Leistungsspange bestanden! Ausschnitt aus dem Ortsnachrichtenblatt von 1984

Auch während dieser Ära ging der Ausbildungsbetrieb und die Kameradschaftspflege ununterbrochen weiter. Herausragende Ereignisse waren dabei die Zeltlager in Michelbach im Schwarzwald (bei Gernsbach) und im Krumbachtal sowie eine mehrtägige Freizeit im Naturfreundehaus Bühl, ebenfalls im Schwarzwald.

Ferner konnte eine Gruppe 1984 beim Kreisentscheid zum Bundespokalwettkampf in Kürnbach den zweiten Platz belegen, und sich damit für den Landesentscheid qualifizieren, der später in Gaggenau ausgetragen wurde. Beim Landesentscheid wurde dann der neunte Platz erreicht.

  • Zeltlager Krumbachtal1986

Holzmachen beim Zeltlager 1986 im Krumbachtal

Natürlich engagierte sich die Jugendmannschaft auch bei den Festlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum der Abteilung Oberderdingen im Jahr 1985. Neben der allgemeinen Unterstützung der aktiven Wehr bei diesem Großereignis wirkte die Jugend beim großen Festumzug mit. Außerdem fand anlässlich des Jubiläums der Kreisjugendfeuerwehrtag mit Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr Landkreis Karlsruhe auf dem Gelände hinter dem Sportstadion statt, an dem die Jugendfeuerwehr teilnahm. Im Rahmen des Festes wurde dabei die Abnahme der Jugendleistungsspange, ein Indiakaturnier sowie eine Lagerolympiade durchgeführt.

Von Januar 1987 an übernahm mit Egon Bäuerle als Jugendwart und Wolfgang Munz als dessen Stellvertreter ein bewährtes Team erneut die Leitung und Betreuung der Jugendmannschaft. In dieser Zeit war leider in Oberderdingen, aber auch landesweit wieder ein negativer Trend bei der Mitgliederstatistik zu verzeichnen. Es war trotz durchgeführter Werbeaktionen beim Tag der offenen Tür bzw. in der Schule sowie der Präsenz beim Ferienprogramm der Gemeinde schwer, Jugendliche für die Feuerwehr zu interessieren. Der Feuerwehrverband reagierte, und senkte das Eintrittsalter für Jugendfeuerwehrmitglieder noch ein Mal, auf nun acht Jahre. Der Erfolg lies nicht lange auf sich warten, die Mitgliederzahl stieg wieder rapide an. Allerdings war es durch den großen Altersunterschied in der Jugendmannschaft nun auch notwendig geworden, die Dienst- und Übungsabende in unterschiedliche Altersgruppen aufzuteilen, um allen dem Altersstand entsprechend gerecht zu werden. Dies hatte aber auch zur Folge, dass die ohnehin schon sehr zeitintensive Jugendarbeit, die viel Nervenstärke erfordert, nicht mehr durch die Jugendwarte alleine zu bewältigen war. Fortan wurde diese von einem Pool aus aktiven Feuerwehrangehörigen unterstützt, die als Jugendbetreuer fungierten. Die Jugendbetreuer sind seither meist junge aktive Mitglieder, die kurz zuvor von der Jugend zur Einsatzmannschaft gewechselt haben, und so einen guten Bezug zur Jugendarbeit haben.

Auch während dieser Epoche konnten etliche Erfolge verbucht werden. So konnten je ein dritter und vierter Platz bei Kreisausscheidungen zum Bundespokalwettkampf sowie ein siebter Platz bei einer Landesausscheidung errungen werden. Auch bei vielen sportlichen Wettkämpfen war die Jugendfeuerwehr Oberderdingen erfolgreich, und konnte zahlreiche Pokale gewinnen. Nicht zuletzt stellten unsere Mannschaften in diesen Jahren fast ausschließlich die Siegerteams bei den Indiakaturnieren der Jugendfeuerwehr Landkreis Karlsruhe.

Großen Anklang fand bei der Bevölkerung eine historische Löschübung, die 1987 bei einem Tag der offenen Tür beim der Feuerwehrhaus vorgeführt wurde. Nicht minder begeistert waren die Zuschauer in Stuttgart-Stammheim ein Jahr später, als die Jugend die gleiche Übung bei einem Jubiläum der dortigen Jugendfeuerwehr zeigte. Bei diesem Fest konnten unsere Jugendmannschaften bei einem Pokalwettkampf auch einen ersten und einen dritten Platz belegen.

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„Besuch“ von der Bundeswehr beim Zeltlager 1988 in Calw-Stammheim

1989 folgte eine weiterer „Meilenstein“ in der Geschichte der Jugendfeuerwehr. Das jährliche Zeltlager in den Sommerferien fand zum ersten Mal nicht in Baden-Württemberg statt, sondern außerhalb der Bundesrepublik, nämlich einige hundert Kilometer entfernt im österreichischen Heinfels in Osttirol, der späteren Partnergemeinde von Oberderdingen. Heinfels, ein Zusammenschluss der Gemeinden Tessenberg und Panzendorf, liegt im Pustertal, und ist Standort der E.G.O.-Austria, einer Tochterfirma des E.G.O.-Stammsitzes Oberderdingen. Über diese Schiene war es möglich Kontakte und die notwendige Infrastruktur sowie Logistik herzustellen, und dadurch acht wunderschöne Tage im Zeltlager verbringen.

  • Zeltlager1990-Stammheim

Zeltlager 1990 in Calw-Stammheim

Das Sportgelände des SVO war im September 1990 erneut Austragungsstätte für die Abnahme der Jugendleistungsspange der Jugendfeuerwehren aus dem Landkreis Karlsruhe und für einige Gastmannschaften aus dem Stadtkreis Karlsruhe sowie aus dem Enzkreis. 15 Gruppen, darunter auch zwei aus Oberderdingen nahmen an der Prüfung erfolgreich teil.

Das 25-jährige Bestehen konnte die Jugendfeuerwehr Oberderdingen im September 1991 feiern. Anlässlich dieses Jubiläums veranstaltete die Jugendfeuerwehr bei der Aschingerhalle einen Pokalwettkampf mit Löschangriff, Hindernislauf, Mini-Car-Rennen und einem Jux-Kurs für die Jugendfeuerwehren des Landkreises sowie befreundeter Wehren aus Nah und Fern. Abends fand ebenfalls in der Aschingerhalle eine Feierstunde mit der musikalischen Umrahmung des Jugendorchesters des Musikvereins Oberderdingen statt. Anschließend spielten für die Gäste die Gruppe die „Fröhlichen Stromberger“ zum Tanz in der Halle auf. Als Auftaktveranstaltung wurde allerdings das Indiakaturnier der Jugendfeuerwehr Landkreis Karlsruhe in der Oberderdinger Aschingerhalle ausgetragen. Hier konnte eine unserer Mannschaften den Titel in der Altersgruppe unter 14 Jahren nach 1990 erfolgreich verteidigen. 

Im Dezember 1991 gab es erneut einen Wechsel bei der Jugendleitung. Richard Schmitt übernahm von Egon Bäuerle die Position des Jugendwarts. Als stellvertretender Jugendwart wurde Marc Leimkötter „verpflichtet“.

1992 wurden erstmals auch Jugendliche aus dem Ortsteil Großvillars in die Jugendfeuerwehr aufgenommen, da im kleinsten Ortsteil Oberderdingens erst 1999 eine eigene Jugendabteilung gegründet wurde, nach dem das neue Feuerwehrhaus in Großvillars fertig gestellt war. Einige Jahre später kamen auch interessierte Jugendliche aus der Nachbarstadt Knittlingen im Enzkreis zur Oberderdinger Jugendfeuerwehr, da auch dort erst 2006 eine Jugendabteilung gegründet wurde.

Ein „besonderes“ Zeltlager durften die Jugendlichen 1993 miterleben. Durch familiäre Beziehungen des Kameraden Sönke Heim gelang es, das Lager im schleswig-holsteinischen Ort Dellstedt im Kreis Dithmarschen nahe Heide zu organisieren. Für viele war es das erste Mal, dass sie norddeutschen Flair erfuhren, und die neuen Erfahrungen mit der „steifen Brise“ sowie mit Ebbe und Flut an der Nordsee machen konnten.

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Kontakte zur Dellstedter Wehr beim Zeltlager 1993

Die zweite Auflage des 1991 initiierten Pokalwettkampfes fand in gleicher Ausführung ebenfalls 1993 im September rund um die Aschingerhalle statt. Hierbei konnte die Oberderdinger Mannschaft in der Altersgruppe über 12 Jahren den Wanderpokal gewinnen. In der Klasse unter 12 Jahren konnte von uns als Gastgeber ein zweiter Platz belegt werden.

Im Jahr 1995 fand das Zeltlager zum zweiten Mal in der Gemeinde Heinfels/Osttirol, die mittlerweile zur Oberderdinger Partnergemeinde wurde, statt. Im Juli dieses Jahres wurde auf dem Gelände des Sportstadions von unserer Jugendfeuerwehr erneut die Abnahme der Jugendleistungsspange ausgerichtet. Selbstverständlich nahm auch eine Löschgruppe unserer Jugendabteilung mit Erfolg daran teil. Ebenfalls 1995 feierte die aktive Abteilung das 110-jährige Bestehen. Bei den vielfältigen Aktivitäten während des Festwochenendes unterstützte die Jugendfeuerwehr nach Kräften.

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Die Teilnehmer der Wochenendfreizeit 1996

Im Jahr des 30-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Oberderdingen 1996 folgte im Januar ein weiterer Wechsel bei der Jugendführung. Richard Schmitt gab das Amt des Jugendwartes aus zeitlichen Gründen an seinen bisherigen Stellvertreter Marc Leimkötter ab. Dessen Posten als stellvertretender Jugendwart blieb zunächst mangels Kandidaten unbesetzt. Diese Arbeit teilten sich die Jugendbetreuer auf.

Wegen der Vorbereitungen für die Veranstaltungen zum Jubiläum verzichtete die Jugendleitung 1996 auf ein Zeltlager. Stattdessen wurde eine einwöchige Freizeit, erstmals in einer Jugendherberge im rheinland-pfälzischen Bernkastel-Kues durchgeführt. Als Jubiläumsveranstaltung wurde Ende September erneut der 1991 entstandene Pokalwettkampf um den damals von Egon Bäuerle und Wolfgang Munz gestifteten Wanderpokal rund um die Aschingerhalle ausgerichtet.

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Mini-Car-Rennen beim Pokalwettkampf 1996

Die Resonanz war dabei leider mit nur 10 teilnehmenden Mannschaften nicht mehr so groß. Die beiden Oberderdinger Mannschaften, die teilgenommen hatten, konnten als Sieger in der Altersgruppe unter 12 Jahren bzw. als Vierter in der Klasse über 12 Jahren hervorgehen. Die Abschlussveranstaltung des Jubiläumsjahres bildete ein gelungenes Konzert der Big-Band des Brettener Melanchthon-Gymnasiums vor rund 300 Gästen in der Aschingerhalle.

Etwas ruhiger ging es dann in den folgenden Jahren weiter. Neben den traditionellen Wochenendfreizeiten im Frühjahr, die meist in den Naturfreundehäusern Eppingen-Elsenz oder Keltern-Dietlingen durchgeführt wurden, fand eine Sommerfreizeit auf dem Gelände des Eisenbahnersportvereins Mühlacker in Ötisheim statt.

Einen weiteren Schickschalsschlag musste die Jugendfeuerwehr Oberderdingen 1997 hinnehmen. Am 27. Mai starb unser Jugendmitglied Stephan Kirschenbühler an den Folgen eines tragischen Unglücksfalls im Alter von 13 Jahren.

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Wochenendfreizeit 1998 in Keltern-Dietlingen

1998 fand turnusgemäß im September wieder unser Pokalwettkampf bei der Aschingerhalle statt. Allerdings war wiederum nur wenig Zuspruch zu erkennen, so dass eine Fortführung dieses Wettkampfes nicht mehr erfolgte. Zudem starteten unsere Gruppen bei einem Jux-Pokalwettkampf der Jugendfeuerwehr Stuttgart-Stammheim.

Auch 1999 war unsere Jugend bei mehreren Wettkämpfen anlässlich verschiedener Jubiläen anderer Jugendfeuerwehren im Landkreis aktiv. Außerdem fand das Zeltlager zum ersten Mal auf neuem Terrain in Bad Schussenried im Landkreis Biberach statt. Mit Thomas Meffle wurde 1999 zudem wieder ein Kamerad für das Amt des stellvertretenden Jugendwarts gefunden und durch den Ausschuss eingesetzt.

Eine Demonstration des im Übungsdienst erworbenen Wissens und Könnens zeigten die Jugendlichen bei einer großen Jahresabschlussübung im November 2000 vor den Augen etlicher zuschauenden Eltern und Aktiven. Angenommen war ein Scheunenbrand in einem leer stehenden Gebäude in der Bremichstraße. Das „Feuer“ konnte aber schnell mit einem Löschangriff erstickt werden. 

Erstmals wurde im Jahr 2002 im Rahmen des Tages der offenen Tür anlässlich der Fahrzeugübergabe des neuen Löschgruppenfahrzeuges von der Jugendfeuerwehr Oberderdingen die Abnahme der „Jugendflamme“ für die Mitglieder der Jugendfeuerwehren aller drei Ortsteile organisiert. Ingesamt 53 Mädchen und Jungen erhielten das Abzeichen in verschiednen Stufen als Auszeichnung für ihr gelerntes Wissen.

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Erfolgreiche Abnahme der Jugendflamme 2002

Der nächste Wechsel bei der Position des Jugendwartes in der bisher 40-jährigen Geschichte der Jugendfeuerwehr Oberderdingen fand im Januar 2003 statt. Marc Leimkötter übergab das Amt des Jugendwarts aus Zeitgründen an Thomas Meffle, den bisherigen Stellvertreter. Als neuer Stellvertreter wurde Bernd Heckele eingesetzt.

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Jahreshauptübung 2003 der Jugendfeuerwehr

Das Jahr 2003 war geprägt vom Kreiszeltlager in Rheinstetten-Mörsch - an dem eine Gruppe unserer Jugendfeuerwehr teilnahm - und dem damit verbundenen Weltrekord der Jugendfeuerwehr Landkreis Karlsruhe. In einer gigantischen Aktion wurde von den Teilnehmern eine über 50 Kilometer lange Schlauchleitung aufgebaut und in Betrieb genommen. Das war Weltrekord, und dieser wurde mit einer großen Party gefeiert! Ein weiterer Höhepunkt neben der erfolgreichen Abnahme der Leistungsspange, dem Zeltlager in Bad Schussenried und dem Besuch der Wilhelma war wieder eine große Abschlussübung auf dem Gelände des Busunternehmens Wöhrle, bei der angenommen wurde, dass große Mengen Kraftstoff aus einer Tankanlage ausgeflossen waren.

Einen neuen und sehr erfolgreichen Weg der Kameradschaftspflege testete die Jugendleitung im Jahr 2004. Anstatt einer Wochenendfreizeit in einem Naturfreundehaus blieb man für ein ganzes Wochenende im eigenen Feuerwehrhaus, und „spielte“ Berufsfeuerwehr. Aufgeteilt in zwei „Wachabteilungen“ konnten die Mädchen und Jungen den Alltag als Berufsfeuerwehrmann bzw. als Berufsfeuerwehrfrau mit vielen gestellten Einsätzen hautnah erleben.

Ein Großereignis der besonderen Art fand im Mai 2005 in Oberderdingen statt. Die Jugendfeuerwehr Landkreis Karlsruhe veranstaltete mit Hilfe der Feuerwehr Oberderdingen das alle zwei Jahre stattfindende Kreiszeltlager in Verbindung mit den Feierlichkeiten zum 30-jährigen Bestehen der Jugendfeuerwehr Landkreis Karlsruhe in unserer Gemeinde. Auf den Grundstücken von Sport- und Reitverein ließen sich für fünf Tage fast 900 Teilnehmer nieder. Geboten war ein großes Programm mit Open-Air-Disco, Höhenfeuerwerk, Erlebnisrallye, Aktionstag für behinderte Kinder unter dem Motto „Wir sind sozial“ und jeder Menge Spaß beim Lagerleben. Unvergesslich wird allen Teilnehmern und den Zuschauern auch der große, abendliche Fackelumzug der Jugendfeuerwehren zusammen mit Fanfaren- und Spielmannszügen sowie Fahnenschwingern mit dem Abschluss auf dem Oberderdinger Marktplatz in Erinnerung bleiben.

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Kreiszeltlager 2005: Abschluss des Fackelumzuges auf dem Marktplatz Oberderdingen

Nicht unerwähnt sollen nach solch einem Ereignis die Abnahmen der Jugendleistungsspange sowie der Jugendflamme im Jahr 2005 bleiben.

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Jubiläumsfeier 40 Jahre JF Oberderdingen

Das Jahr 2006 stand ganz im Zeichen des 40-jährigen Jubiläums der Jugendfeuerwehr Oberderdingen. Doch zunächst gab es im Mai einen weiteren Wechsel in Jugendführung. Bernd Heckele übergab das Amt des stellvertretenden Jugendwartes aus zeitlichen Gründen in die Hände von Philipp Scherer, der bisher auch schon als Jugendbetreuer tätig war. Im August fuhr die Jugend zum dritten Mal ins Pustertal nach Heinfels, unserer Partnergemeinde in Osttirol, um dort das traditionelle Sommerzeltlager zu verbringen. Neben den vielen alljährlichen Aktivitäten war das Berufsfeuerwehrwochenende ein weiteres Highlight für die Jugendlichen, bevor am 01. Dezember, auf den Tag genau 40 Jahre nach der offiziellen Gründung der Jugendfeuerwehr Oberderdingen, bei einem Festabend in der Aschingerhalle eine gelungene Geburtstagsparty mit einem bunten Programm und zahlreichen Gästen aus Nah und Fern gefeiert werden konnte. Im Rahmen dieser Feierlichkeit wurde Bürgermeister Thomas Nowitzki und Kommandant Oliver Schäfer die neue Jugendfahne als Präsent überreicht.

 

Im April 2007 folgte dann ein Festwochenende für die Bevölkerung auf dem Gelände der Strombergschule mit Jugenddisco und Familientag. Hier stellten die Jugendfeuerwehren aus Oberderdingen und Flehingen bei der Abnahme der Auszeichnung „Jugendflamme“ in den Stufen 1.1 und 1.2 sowie bei diversen Schauübungen ihr Können unter Beweis. Im gleichen Jahr wurde die Jugendfeuerwehr Oberderdingen ausgewählt, und durfte anlässlich eines Seminars eine Schauübung mit Standartlöschangriff im Brandhaus der Landesfeuerwehrschule Baden-Württemberg in Bruchsal durchführen. Auch beim großen Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr Landkreis Karlsruhe mit über 800 Teilnehmern in Forst waren wir wieder mit einer Gruppe vertreten. Eine Gruppe der älteren Jugendfeuerwehrangehörigen erwarb 2007 die Jugendleistungsspange. Bereits zum vierten Mal führten die Jugendlichen ihr Sommerzeltlager im oberschwäbischen Bad Schussenried durch. 10 Jugendlich erwarben zudem Ende des Jahres 2007 die Jugendflamme in der Stufe 2.

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Jubiläumsfest 40 Jahre JF Oberderdingen

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Abnahme Jugendflamme

Wie jedes Jahr nahm die Jugendfeuerwehr Oberderdingen auch 2008 am Indiakaturnier der Jugendfeuerwehr Landkreis Karlsruhe teil. Zusammen mit den Jugendabteilungen aus Flehingen und Großvillars stellten wir mit 13 Mannschaften den Großteil der Teilnehmer und waren mit je einem ersten, dritten und fünften Platz sehr erfolgreich. Für die Jugendlichen wurde Ende Maiwieder ein abwechslungsreiches Berufsfeuerwehrwochenende mit reichlich Action geboten.

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Zeltlager Dellstedt 2008

Im Juli fand in Oberderdingen die kreisweite Abnahme der Jugendleistungsspange statt. Dellstedt in Schleswig-Holstein war im Sommer 2008 zum dritten Mal das Ziel für das Zeltlager. Sieben Jugendliche konnten die Jugendflamme in der Stufe 3 erwerben. Im November 2008 konnte sich die Jugendfeuerwehr über eine unverhoffte Spende freuen. Die Firma E.G.O. überreichte einen Scheck über 1000 Euro aus dem Verkaufserlös des alten Tragkraftspritzenfahrzeugs der Betriebsfeuerwehr an die Jugendabteilung.

Einen weiteren Wechsel in der Jugendfeuerwehrführung gab es zum Jahresbeginn 2009. Nachdem Thomas Meffle zum Abteilungskommandanten gewählt wurde, legte er das Amt des Jugendwarts nieder. Philipp Scherer wurde zum neuen Jugendwart und Manuel Kehrer zu seinem Stellvertreter ernannt. Neben der alljährlichen Routine mit Christbaumsammlung im Januar, der Familienfeier und Altpapiersammlung im November konnte die Jugendfeuerwehr Oberderdingen im März 2009 einen besonderen Ausflug unternehmen. Der Oberderdinger Ex-Fußballprofi und VfB Stuttgart-Funktionär Peter Reichert ermöglichte den Jugendlichen den Besuch eines Bundesligaspiels in der Mercedes-Benz-Arena in Stuttgart, bei dem der VfB gegen Herta BSC Berlin mit 2:0 gewann. Bein Kreisjugendfeuerwehrindiakaturnier konnten die Jugendlichen den Wanderpokal verteidigen. Eine Gruppe der älteren Jugendmitglieder nahm im selben Jahr am Kreiszeltlager der Jugendfeuerwehr Landkreis Karlsruhe in Ettlingen-Schluttenbach teil. Das eigene Sommerzeltlager führte nach Mühlheim am Bach bei Horb am Neckar.

Das 125-jährige Jubiläum der Abteilung Oberderdingen konnte im Jahr 2010 mit diversen Festaktivitäten gefeiert werden. Die Jugendfeuerwehr unterstützte dabei nach Kräften unter anderem beim Kinderfesttag im Oberderdinger Freibad im Rahmen des Festwochenendes und beim Festumzug. Neben den Jubiläumsaktivitäten war die Jugendfeuerwehr unter anderem mit einem zweiten Platz auch wieder sehr erfolgreich beim Indiakaturnier der Landkreisjugendfeuerwehr. Eine Woche Spaß und Abwechslung erlebten die Jugendlichen beim Zeltlager in Villingen-Schwenningen. Auch ein Berufsfeuerwehrwochenende sorgte wieder für reichlich Feuerwehrerlebnis bei den Kindern und Jugendlichen. 40 Kinder und Jugendliche konnten sich im September 2010 über die erfolgreiche Abnahme der Jugendflamme 1.1 und 1.2 freuen.

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Kinderfest beim Jubiläumswochenende 125 Jahre Feuerwehrabteilung Oberderdingen 2010

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Gruppenfoto Indiakaturnier 2010

 
 
Das Jahr 2011 begann für die Jugendfeuerwehr traurig. Am 04. März 2011 verstarb plötzlich und viel zu früh der frühere Jugendfeuerwehrwart Richard Schmitt im Alter von 57 Jahren. Erneut sehr erfolgreich zeigten sich die Oberderdinger Mannschaften beim Indiakaturnier im Landkreis. Der Wanderpokal konnte wieder erkämpft werden. Auch beim großen Kreiszeltlager in Östringen war man wieder dabei. Eine Löschgruppe mit neun Jugendlichen erwarb die Jugendleistungsspange in Karlsruhe-Neureut.
 

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Zeltlager 2011 Heinfels

Zum vierten Mal reiste die Jugendfeuerwehr Oberderdingen im Sommer 2011 zum Zeltlager in die österreichische Partnergemeinde Heinfels in Osttirol. Das Zeltlager wurde zum ersten Mal verlängert durchgeführt, und ging über zehn Tage. Zum Jahresabschluss beteiligte sich die Jugendfeuerwehr, wie seit mehr als zehn Jahren, am Oberderdinger Weihnachtsmarkt mit einem Imbiss-Verkaufsstand zur Aufbesserung der Jugendfinanzen.
 
Zehn Jugendliche konnten im Jahr 2012 die Leistungsspange der Deutschen Jugendfeuerwehr in Mössingen im Kreis Tübingen erwerben und damit die höchste Auszeichnung als Mitglied in einer Jugendfeuerwehr erhalten. Im Sommer verbrachte man zum wiederholten Male das Zeltlager bei unseren Freunden in Bad Schussenried. 30 Stunden Action, Ausbildung, Spaß und Kameradschaft am Stück gab es bei einem weiteren Berufsfeuerwehrwochenende im Herbst. Im September konnten sieben Jugendfeuerwehrmitglieder die Jugendflamme in den Stufen 1.1 und 1.2 sowie 12 Jungen die Jugendflamme in der Stufe 2 erfolgreich absolvieren.

2013 engagierte sich die Jugendfeuerwehr beim ersten Kinderfest der Gemeinde anlässlich „40 Jahre Gemeinde Oberderdingen“. Mit Egon Bäuerle, Ehrenkommandant und ehemaligem Jugendwart, verstarb am 07. April 2013 der „Gründungsvater“ der Jugendfeuerwehr Oberderdingen. Auch sein langjähriger Stellvertreter Wolfgang Munz verstarb am 01. März 2015. Ihrer Favoritenrolle wurde die Oberderdinger Jugendabteilung auch beim Indiakaturnier 2013 wieder recht werden. Zwei erste und ein zweiter Platz in den unterschiedlichen Altersklassen und Ligen konnten verbucht werden. Unter die mehr als 800 Teilnehmer des Kreiszeltlagers in Karlsbad-Langensteinbach mischten sich selbstverständlich auch wieder Mitglieder unserer Jugendwehr. Das eigene Zeltlager führte abermals nach Bad Schussenried. Neun Jugendliche erwarben 2013 die Auszeichnung der Jugendflamme in der Stufe 2.

Zum wiederholten Male fand 2014 das Indiakaturnier der Jugendfeuerwehr Landkreis Karlsruhe in der Oberderdinger Aschingerhalle statt. Auch hier konnten wieder gute Platzierungen erspielt werden. Zum Zeltlager reisten die Oberderdinger Jugendlichen zehn Tage lang in den hohen Norden. Ziel der Ferienfreizeit waren zum vierten Mal unsere Freunde in Dellstedt/Schleswig-Holstein, was mit dem Titel „Maultaschen erobern Dithmarschen“ auch wieder einen Bericht in der örtlichen Presse wert war. Neben der Besichtigung der Feuerwehrleitstelle Karlsruhe gehörte 2014 auch wieder ein Berufsfeuerwehrwochenende sowie die Abnahme der Jugendflamme Stufe 2 für sechs Jugendliche zu den besonderen Aktivitäten im Jahresprogramm.

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Lagerfeuerromantik beim Zeltlager in Dellstedt 2014

Im Jahr 2015 fiel zum ersten Mal das kreisweite Indiakaturnier wegen Teilnehmermangel aus. Stattdessen besuchten die Jugendlichen den Freizeitpark Tripsdrill und verbrachten dort einen abwechslungsreichen Tag. Mitte des Jahres überraschte die Türkisch-Islamische Gemeinde zu Oberderdingen die Jugendfeuerwehr mit einer Geldspende für die Jugendarbeit aus dem Erlös eines Luftballonwettbewerbs. Anlässlich des 2016 bevorstehenden Gemeindejubiläums beteiligten sich die Jugendfeuerwehrmitglieder an einem Projekt „Kunstleitpfosten“ und gestalteten etliche Holzpfosten künstlerisch zu Hinguckern an markanten Stellen in Oberderdingen. Zum Zeltlager ging es 2015 eine Woche lang auf unbekanntes Terrain nach Renfritzhausen im Kreis Rottweil.

  • 2015-Einweihung-Feuerwehrhaus

Große Kinderspielstraße bei der Einweihung des neuen Feuerwehrhauses


  • 2015-Schneewochenende

Wintersportvergnügen beim Schneewochenende

Ein weiterer Höhepunkt in der Geschichte der Jugendfeuerwehr Oberderdingen war die Inbetriebnahme des neuen Feuerwehrhauses „Am Stadion 14“ beim Rosenkreisel am Ortsausgang in Richtung Großvillars/Bretten im Oktober 2015. Auch beim Festwochenende zur Einweihung des neuen Domizils mit einem Tag der offenen Tür beteiligte sich die Jugendfeuerwehr unter anderem mit der Betreuung einer großen Kinderspielstraße auf dem neuen Übungsgelände. Den Jahresabschluss bildete neben dem Verkaufsstand auf dem Weihnachtsmarkt wie seit vielen Jahren die Ski- und Schneefreizeit im Dezember in Oberreute im Allgäu.

Die höchste Auszeichnung bei der Jugendfeuerwehr erwarben neun Jugendliche unserer Jugendfeuerwehr im Juni 2016. Vielen tausend Besuchern präsentierte sich die Jugendfeuerwehr beim großen Festumzug am Festwochenende zum 1250-jährigen Jubiläum der Gemeinde Oberderdingen. Das Zeltlager fand im Sommer in Oberreute im Allgäu statt.  

  • Logo 50 Jahre
Im Dezember 2016 kann die Jugendabteilung der Feuerwehr Oberderdingen nun auf eine erfolgreiche 50-jährige Geschichte mit stabilen Mitgliederzahlen zurückblicken und sorgt damit für den dringend notwendigen Nachwuchs bei der Einsatzabteilung.

 

 

   
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